Recht / Verbrauchsmaterial

Toner-Betrug am Telefon: Betrugsmaschen erkennen und Ihr Büro schützen

Datenabgleich, auslaufendes Abo, Gratis-Probe. Warnsignale und Präventions-Checkliste gegen Toner-Betrüger.

2 Min. LesezeitCompana Redaktion

1. Die gängigsten Betrugsmaschen

  • Der angebliche Datenabgleich: Der Anrufer gibt vor, von der „Zentralstelle für Druckerservice“ oder einem ähnlichen, seriös klingenden Namen zu kommen. Er bittet lediglich um die Bestätigung der Gerätedaten („Wir müssen nur kurz abgleichen, ob Sie noch den HP LaserJet nutzen“). Aus diesem Gespräch wird später eine mündliche Bestellung konstruiert.
  • Das auslaufende Abo: Den Mitarbeitern wird suggeriert, dass ein Wartungsvertrag oder ein Toner-Abo auslaufe und man nun die „letzte fällige Lieferung“ bestätigen müsse.
  • Die Gratis-Probe: Betrüger senden eine Kartusche als „kostenloses Muster“ zu. Wenige Tage später folgt eine Rechnung über mehrere hundert Euro – oft mit dem Hinweis, dass die Probezeit abgelaufen sei.

2. Warnsignale: Woran Sie den Betrug erkennen

  • Zeitdruck: „Wir müssen das Paket heute noch rausschicken, sonst verfällt Ihr Rabatt.“
  • Überfreundlichkeit: Die Anrufer wirken oft extrem jovial und versuchen, eine persönliche Ebene zum Sekretariat oder zu Auszubildenden aufzubauen.
  • Fehlende Transparenz: Es wird kein schriftliches Angebot vorab gesendet; stattdessen wird auf eine sofortige telefonische Bestätigung gedrängt.

3. Präventions-Checkliste für das Büro

  • Zuständigkeiten klären: Legen Sie fest, dass ausschließlich der Einkauf oder eine bestimmte Person Bestellungen auslösen darf.
  • Keine Datenweitergabe: Geben Sie niemals Gerätenummern, Mitarbeiternamen oder bisherige Lieferanten am Telefon preis.
  • Schriftform-Zwang: Bestehen Sie bei jedem Angebot auf eine Zusendung per E-Mail oder Post.
  • Mitarbeiterschulung: Informieren Sie besonders den Empfang und neue Mitarbeiter über diese spezifische Betrugsart.

4. Richtiges Verhalten bei unbestellter Ware

Falls ein Paket mit Toner oder Patronen eintrifft, die Sie nicht bestellt haben: 1. Annahme verweigern: Prüfen Sie jedes Paket vor der Unterschrift beim Boten. 2. Nicht bezahlen: Rechnungen für unbestellte Ware sind rechtlich nicht bindend. Lassen Sie sich nicht von Mahnungen oder Inkassodrohungen einschüchtern. 3. Waren aufbewahren: Sie sind nicht verpflichtet, die Ware zurückzusenden, müssen sie aber für einen angemessenen Zeitraum zur Abholung bereithalten (ohne sie zu benutzen).

Compana Experten Tipp: Nutzen Sie zur Abwicklung Ihres Druckerzubehör-Bedarfs ein festes Kundenkonto bei Compana. Dokumentieren Sie Ihre Bestellhistorie lückenlos. So können Ihre Mitarbeiter bei dubiosen Anrufen sofort im System prüfen: „Haben wir dort wirklich bestellt?“ Ein seriöser Händler wie Compana wird Sie niemals unter Druck setzen oder unaufgefordert Lieferungen versenden.

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